Wie viel müsste ein Liter Milch eigentlich kosten, damit der Milchbauer damit tatsächlich seine Kosten decken und dabei noch etwas verdienen kann? Und wie viel von dem, was wir für ein Brötchen bezahlen, bekommt eigentlich die Bäuerin?
Mit diesen Fragen konnten sich die Besucher der Stadtjugendmesse am 27. September, die in Kooperation der Jugendkirche sam mit der KLJB stattfand, bei einer „Vorabaktion" schon mal auf die Thematik des Gottesdienstes einstellen. Mit dem Erntedankgottesdienst wurde ein Schwerpunkt der KLJB-Arbeit, nämlich der kritische Konsum, aufgegriffen. So begegneten sich in einem Anspiel ein Bauer und eine Verbraucherin, die sich über ihr Einkaufsverhalten, die Herkunft der Lebensmittel in ihrem Einkaufswagen und das ErnteDANKfest austauschten.
Nach dem Gottesdienst wurde mit der Kleidertauschbörse eine Idee des KLJB-Bundestreffens aufgegriffen. Jeder war eingeladen, Kleidung, die im Schrank hängt aber gar nicht mehr getragen wird, mitzubringen und sich dafür ein Kleidungsstück einer anderen Person mitzunehmen. Außerdem gab es einen Kilmerstuten – ebenfalls „mitgebracht" vom Bundetreffen. Dieses lange süße Brot wird dort traditionell ein Jahr nach der Geburt eines Kindes zu deren Familie gebracht, unter anderem ein Zeichen der Dankbarkeit für das neugeborene Kind.
Vorbereitet wurde die Stadtjugendmesse von unserem AK Spiri gemeinsam mit dem Jugendkirchereferenten. Musikalisch wurde der Gottesdienst – wie sollte es auch anders sein – von den Musikanten der KLJB gestaltet.

(Franziska Zalud, Diözesanversitzende der KLJB Berlin)

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