Am Samstagnachmittag um 15:00 Uhr sollte die große Reise nach Meyenburg mit einem Treffen am Berliner Hauptbahnhof beginnen. Nachdem wir uns alle gefunden hatten, keiner zu spät kam und sogar der Zug pünktlich da war, reisten wir zum Bahnhof Pritzwalk, um von dort mit den Autos nach Meyenburg transportiert zu werden. Wir bezogen unsere Zimmer und wurden mit einem sogenannten „Betthupferl“ willkommen geheißen.

Gestärkt nach dem Abendessen starteten wir in die erste Einheit. Da wir alle sehr unterschiedlich alt waren und aus verschiedenen Gemeinden kamen, hieß die erste Einheit des Tages überraschenderweise Kennenlernen. Dennoch hat alles mal ein Ende, so auch der lustige Teil des Abends. Wir kamen also zu den Hausregeln, zum Küchendienst, den Abendimpulsen wie auch den Morgenimpulsen und der Tagesdokumentation, die gerecht verteilt werden mussten. Denn wir als zukünftige GruppenleiterInnen sollten nicht nur den passiven Platz eines Teilnehmers einnehmen, sondern aktiv am Programm mitarbeiten, indem wir Morgen- und Abendimpulse sowie eine thematische Einheit übernahmen. Zur Auswahl standen hier die Bereiche Vertrauen, Gerechtigkeit, Werte und Zukunft. So ging der erste aufregende Tag zu Ende und der zweite begann, wie fast jeder andere Tag auch mit einem frühen Morgenimpuls um acht Uhr. An diesem Sonntag sollten wir über das Gruppenleitersein sowie über verschiedene Leitungsstile und Feedback aufgeklärt werden. Außerdem startete die erste Teilnehmergruppe mit der Einheit Vertrauen. Nach einem weiteren reichhaltigen Frühstück starteten wir in den Montag, der mit den Einheiten Teamarbeit und Kommunikation gefüllt war. Abends stand wieder ein Gruppenprojekt an, diesmal das Thema Gerechtigkeit. Am folgenden Tag sollte uns ein wenig Ruhe gegönnt werden. Wir durften etwas länger schlafen und machten über Mittag einen Bootsausflug auf dem Plauer See, der allen wirklich gut tat. Nach einer Kaffeepause ging es dann auch weiter mit der Einheit Identität, bei der wir uns stark mit uns selbst beschäftigten. In Kleingruppen hatten wir die Wahl zwischen Ausdrucksmalen, einem Lebenszeitstrahl, einem Brief an sich selbst sowie der Beschäftigung mit Liedern an sich bzw. über sich selbst. Danach gab es zum Abendessen eine leckere, selbstgekochte Kürbissuppe. Nach einem Tag voll harter Arbeit gönnten wir uns einen Spielabend.

Waren die vergangenen Tage sehr praktisch und erfahrungsorientiert, stand uns am Mittwochmorgen die erste wirklich theoretische Einheit bevor, nämlich die Einheit Gruppenphasen. Zum Ausgleich machten wir nachmittags einen kritischen Stadtspaziergang. Dabei lernten wir die Problematiken kennen, die bei der Herstellung von Kleidung im fernen Osten entstehen, dass Supermärkte kleine „Tante Emma-Läden“ verdrängen und wie wir als Verbraucher dagegen ankämpfen können. Am Abend erwartete uns dann der dritte Gruppenworkshop mit dem Thema Zukunft sowie Antonia Podschun und Christoph Zimmermann, zwei KLJB-Mitglieder, die uns mehr über ihren Verband erzählten und mit denen wir dann auch abends Gottesdienst feierten. Ein wenig erschöpft von der bisher anstrengenden Woche begann der vorletzte Tag. Morgens befassten wir uns mit dem schweren Thema Sexuelle Gewalt und nachmittags mit der Einheit Konflikte, bei der wir pantomimisch Beispiele sowie ihre Lösungsvorschläge darstellen durften. Danach blieb uns noch Zeit, uns für den bunten Abend vorzubereiten, der dann auch mit viel Spiel und Spaß den Donnerstagabend abrundete. Hier stand aber nicht nur Spiel und Spaß im Vordergrund, sondern auch das Kennenlernen verschiedener Spiele, die wir später als GruppenleiterInnen einsetzen können. Am Freitag boten uns die Teamer noch Feedbackgespräche an, die auch fast jeder wahrnahm. Nach dem Aufräumen stand uns der schon lang erwartete und gefürchtete Abschied bevor.

Die JuLeiCaschulung war für uns alle ein tolles Erlebnis und eine Wiederholung in Form eines Nachtreffens ist auch schon in Planung!

Anlässlich ihres 50-jährigen Geburtstags hat die Darlehenskasse Münster (DKM) einen Wettbewerb für kirchliches Engagement ausgeschrieben. An dem Wettbewerb konnten Kirchengemeinden und kirchlich-caritative Einrichtungen teilnehmen, die sich mit ihrer Arbeit oder einem Projekt im Haupt- und Ehrenamt vorbildlich engagiert haben.

Fünf ausgewählte Projekte wurden am 04. Oktober 2011 nun prämiert, unter anderem die KLJB Diözesanverband Berlin für ihren Einsatz im Rahmen der Jugendarbeit im ländlichen Raum. Das Preisgeld - so die Landjugendlichen - soll vor allem für die weitere Ausgestaltung des Landjugendhauses St. Bonifatius in Meyenburg genutzt werden.