gruppe gls 2012JuLeiCa-Schulung 2012 der KLJB Berlin in Meyenburg

Wenn man Lust hat, als Gruppenleiter in der Jugendarbeit tätig zu werden, dann ist es von Vorteil, eine JuLeiCa (Jugendleitercard) vorweisen zu können. Eben diese ist ein „amtlicher Ausweis“, legitimiert den Inhaber dazu, Gruppen von Jugendlichen zu teamen. Sie wurde Ende der 90er Jahre eingeführt und gilt bundesweit. Zum Erwerb ist unter anderem eine Gruppenleiterschulung vonnöten, welche die KLJB vom 29.09.2012-05.10.2012 in ihrem Haus in Meyenburg für alle Interessenten anbot. Und Nachfrage war vorhanden! Ganze 17 zukünftige GruppenleiterInnen meldeten sich an, und das, obwohl für viele der Teilnehmer gerade die Schulferien begonnen hatten!

Wir trafen uns also am Vormittag des 29.09.2012 am Berliner Hauptbahnhof, um unsere Reise anzutreten. Zusammen waren wir ein ziemlich bunter Haufen mit Teilnehmenden im Alter von 15 bis 22 Jahren. Da sich viele von uns noch nicht kannten, brauchten wir ein wenig, um miteinander warm zu werden. Doch spätestens nach den ersten Wups (Warming Ups) und Kennenlernspielen machte sich Gewissheit breit, dass wir eine spannende Woche in einer netten Gruppe verleben würden. Schnell wurde gerecht eingeteilt, wer wann für die Zubereitung der Mahlzeiten und für die jeweiligen Morgen- und Abendimpulse zuständig sei und wir konnten in unser Programm starten. Wichtiger Bestandteil der Woche: Jede(r) TeilnehmerIn musste als Teil einer Kleingruppe eine Gruppenstunde für alle anderen halten – Themen dazu waren: 1. Gruppenstunde, Spiritualität, Gottesdienst, Fair Trade und Ökologie. So sollte es möglich gemacht werden, jedem ein persönliches Feedback über seine Stärken und Schwächen als Gruppenleiter geben zu können. Für gewöhnlich fanden die Gruppenstunden am frühen Abend statt, während der Rest des Tages mit viel Informationen und Know-how über den Umgang mit Gruppen gefüllt wurde. Dabei konnten die Tage schon mal lang werden, was für uns TeilnehmerInnen bedeuten konnte, dass wir bis 22:00 Uhr mit Präsentationen und Vorträgen auf Trab gehalten wurden. Doch auch wenn sich manchmal Müdigkeit breit machte, schien die intensive Arbeit und die Aufnahme von sehr vielen Informationen kaum einem etwas aus zu machen. In den Pausen fand man noch genug Kraft, um die Gruppenstunde in seiner Kleingruppe vorzubereiten.

Die Gruppe wuchs immer besser zusammen und ließ sich auch nicht vom morgendlichen Wecken aus der Ruhe bringen, welches aus dem Abspielen von kaum zumutbarer Musik auf voller Lautstärke per Ghettoblaster bestand. Ein mancher ließ sich von der Musik sogar zu einer Aufsteh-Polonaise über den Hausflur hinreißen.

Nachdem das Programm abends endete, saßen viele von uns noch zusammen und quatschten oder spielten Gesellschaftsspiele. Viele verstanden sich so gut, dass sie bis in die tiefe Nacht zusammen saßen und teilweise gar nicht mehr ins Bett gingen, sondern zusammen in der „Kuschelecke“ oder dem „Meditationsraum“ übernachteten. Die Atmosphäre wurde sehr freundschaftlich.

Der Tag, der für viele Teilnehmer der „schönste“ Tag der Woche war, war Mittwoch der 03.10. – „Tag der deutschen Einheit“. Für diesen Tag hatten sich die TeamerInnen etwas ganz besonderes überlegt, doch bis zuletzt über den Ablauf des Tages Stillschweigen bewahrt. Alles, was wir wussten war, dass der Tag den anderen nicht gleichen würde. Er begann mit einem tollen „Fairen Frühstück“, was die Teamer zubereitet hatten. So gingen wir alle mit guter Laune und voller Vorfreude in den Tag. Am Vormittag hatten wir dann die Möglichkeit, uns in verschiedenen Workshops (Musik, Malen, Mosaik- bzw. Spiegelgestaltung) ein bisschen mit uns selbst zu beschäftigen. Viele von uns TeilnehmerInnen empfanden dies als sehr angenehm, da man auf Fahrten selten Zeit findet, mal für sich zu sein. Danach packten wir unsere Sachen und fuhren alle zusammen zu den Wangeliner Gärten, um dort den zweiten Programmteil des Tages zu absolvieren. Dieser bestand aus einer Rallye. Und so wurden wir zunächst in vier Gruppen eingeteilt, um in diversen Spielen gegeneinander anzutreten – so sollten wir uns Süßigkeiten erspielen, die später als Währung dienen sollten. Nach den Spielen hatte sich also jede Gruppe ein paar Bonbons erkämpft, mit denen wir als Gruppe Gegenstände erstehen konnten, die uns auf der Reise und bei der Bewältigung von bevorstehenden Aufgaben helfen sollten. Bei einem ziemlich weit gefächerten Angebot von Gegenständen erstand manche Gruppe neben Keksen und Landkarte auch Besen, Hula-Hoop Reifen und Eimer, in der festen Überzeugung davon, dass diese Gegenstände auf der Reise helfen würden. Nachdem die vier Gruppen allerdings alle an verschiedenen Orten ausgesetzt wurden, um von dort aus zum gemeinsamen Ziel, der Silbermühle am Plauer See, zu gelangen wurde ziemlich schnell klar, dass ein Großteil der erstandenen Gegenstände bei Aufgaben wie „Überlegt euch einen Witz in dem kein „g“ vorkommt“ nicht helfen würden. Und somit lief so mancher mit Besen im Arm über Felder und durch Wälder in Richtung Plauer See. Nach knapp zwei Stunden waren alle Gruppen gut gelaunt an der Silbermühle angekommen und man berichtete sich freudestrahlend und gut gelaunt von den Erlebnissen. Der geplante Gottesdienst am Ufer musste aufgrund von starkem Wind und einsetzender Dunkelheit zwar in die Kappelle in Meyenburg verlegt werden, doch das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Beim Gottesdienst und beim Abendimpuls am Lagerfeuer ließ man den aufregenden und schönen Tag gemeinsam ausklingen.

Am Freitag war dann Koffer packen angesagt und viele waren ein bisschen traurig über das Ende der gemeinsamen Zeit. Jeder von uns TeilnehmerInnen bekam noch mal ein ganz persönliches Feedback und danach ging es auch schon wieder zum Berliner Hbf, wo sich unsere Wege wieder trennten. Doch hoffentlich nicht für allzu lange - ein Nachtreffen ist bereits in Planung!

(Robert Weniger, FSJL'ler beim BDKJ Berlin)

apfel juliusBald gibt es im Landjugendhaus frisch gepressten Apfelsaft! Am Sonntag hingen stundenlang KLJB'ler in den Bäumen und haben sich um die Apfelernte gekümmert! Mal schauen, was Ihr zu dem selbst gemachten Apfelsaft sagt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

tomaten

                                                                                                                 Die Tomaten

Das Buddeln, Pflanzen und Gießen vom Garten-Wochenende im Mai hat sich gelohnt! Hier könnt' Ihr Euch von den ersten Ergebnissen überzeugen... und die Gäste im Landjugendhaus sind herzlich eingeladen, mitzuernten, wenn sie Lust und Appetit darauf haben!

krauter moehren

... die Möhren sind schon 4 cm lang und auch die Kürbisse wuchern...

bohnenernte

... Julius kann schon die ersten Erbsen "zählen" :-) ...

ersternte

... und auch die erste Riesenzucchino ist zum Verzehr bereit!

Und ganz nebenbei haben wir auch noch das Garten"häuschen" aufgeräumt... und dabei ein Schatzversteck enttarnt! Wollt Ihr mehr dazu wissen? Dann kommt ins LJH und begebt Euch mit uns auf Schatzsuche!!!

Uns gefällt's... und der benachbarten Storchenfamilie auch!

storchenfamilie

woelkiimljhWährend seines Besuches in der Prignitz, wo er sich über die Situation der Gemeinden in der Region ein eigenes Bild machte und mit Gläubigen ins Gespräch kam, besuchte Kardinal Woelki auch das Landjugendhaus der KLJB.

Jugendliche aus der KLJB führten den Erzbischof durch das von ihnen eigenständig sanierte Haus und erklärten im angrenzenden weitläufigen Garten auch den ökologischen Ansatz des Hauses und weitere Bauvorhaben. Woelki zeigte sich beeindruckt: "Ich finde gut, was hier geschaffen wurde, da steckt auch viel Verantwortung drin.“

Insbesondere vor dem Hintergrund des problematisch hohen Altersdurchschnitt in der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz, die sich von Wittstock über Pritzwalk bis nach Meyenburg erstreckt, lobte der Kardinal das Engagement der KLJB und ihr Landjugendhaus-Projekt.

Hier findet Ihr noch einen Zeitungsartikel

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12320898/61469/Der-Berliner-Erzbischof-Kardinal-Woelki-besuchte-Pritzwalk-und.html