kIMGP7999...So will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr...

25 Jugendliche und junge Erwachsene verbrachten den Jahreswechsel vom 30.12.2013 bis zum 01.01.2014 gemeinsam im Landjugendhaus (LJH) der KLJB in Meyenburg. Mit so vielen Menschen war das LJH fast ausgebucht und die altersgemischte Gruppe brachte wieder ordentlich Leben in die Bude.
Die Silvestertage standen unter dem Motto „Unterwegs in eine neue Zeit".
Nach einer kurzen Kennlernrunde hatten die Teilnehmer/innen am ersten Abend die Aufgabe, anhand von kleinen Theaterszenen bestimmte Situationen, in denen Zeit eine wichtige Rolle spielt, nachzuspielen, die Zeit nachzuempfinden und diese teilweise „blind" abzuschätzen. Hiernach kam es in spannenden Diskussionsrunden zum Austausch zu Fragen wie zum Beispiel „Kann man Zeit wirklich messen?" oder „Wie schnell vergeht die Zeit?"
Der darauffolgende Abendimpuls war geprägt durch die Figur Momo, welche im Buch von Michael Ende gegen die grauen Herren kämpft, um die Menschen vor dem Diebstahl der Zeit zu bewahren. Mit einer lustigen Spielerunde auf Zeit, bei der kDSC 0313es darum ging, an einer langen Spieletafel alle fünf Minuten das Spiel und die Spielpartner/innen zu wechseln, klang der erste Abend gemütlich aus.
Der Silvestermorgen begann mit Bauern und Bäuerinnen, Polizist/innen, Plantagenarbeiter/innen, Händler/innen, Großgrundbesitzer/innen, Ladenbesitzer/innen, einem Richter und Exportkauffrauen und Exportkaufmännern, die alle zusammen in einem großen Planspiel den Arbeitsalltag im ländlichen Raum eines Landes in Lateinamerika meistern sollten. Anhand dieses Simulationsspieles ließen sich die Auswirkungen des Gesellschaftsstandes und die damit verbundene Lebenssituation in Entwicklungsländern auf das persönliche Zeitempfinden besonders in der Arbeitswelt verdeutlichen.
Am Nachmittag begannen die Vorbereitungen für den großen Silvesterabend. Nach einigen Stunden waren die Aufenthaltsräume festlich geschmückt, gemütlich hergerichtet und das Buffet sah prächtig aus.
Eingeleitet wurde die Silvesternacht mit einer Jahresabschlussandacht, die selbstorganisiert in der Kapelle des LJH gefeiert wurde. Die Andacht bot Zeit und Raum, um über das vergangene Jahr nachzudenken und in die Zukunft zu blicken. In selbstgestalteten Schatztruhen sammelten die JugekIMGP8112ndlichen und jungen Erwachsenen viele schöne Erlebnisse, Erfahrungen und Gedanken, die aus dem Jahr 2013 mit in das neue Jahr genommen werden sollten. Jegliche traurige und schlechte Erinnerungen wurden separat auf Kärtchen gesammelt, welche kurz vor Mitternacht noch Verwendung fanden. Des Weiteren gab es in der Jahresabschlussandacht die Möglichkeit, sich persönliche Vorsätze für das kommende Jahr zu fassen.
Im weiteren Verlauf des Abends wurde bei Raclette und einem tollen Buffet lecker und lange gegessen und ganz klassisch „Dinner for One" geschaut. Außerdem wurden Gesangstalente beim Singstarspielen entdeckt und Fotos aus dem vergangenen Jahr betrachtet. Großen Zuspruch fand das sogenannte „Angeberspiel", bei dem die Teilnehmenden in Kleingruppen gegeneinander antraten und sich in unterschiedlichsten Kategorien überbieten mussten.
Kurz vor 0.00 Uhr kam die gesamte große Gruppe draußen am Lagerfeuer zusammen, um die Kärtchen mit den schlechten Erinnerungen, die nicht mit in das neue Jahr genommen werden sollten, im Feuer zu verbrennen. In einem sehr emotionalen Moment wurde dann noch das Lied „Von guten Mächten" am Lagerfeuer gesungen.
Mit Sektglas, Wunderkerze und der persönlichen Schatztruhe in der Hand lief dann jede Person um Mitternacht durch einen großen selbstgebauten Torbogen, der den Schritt vom alten Jahr ins Jahr 2014 verdeutlichte. Nun hieß es „Prost Neujahr" - das neue Jahr wurde laut und bunt begrüßt.
Nach einem tollen Feuerwerk, einer langen Feier und einer kurzen Nacht begann der Neujahrsmorgen mit einem leckeren Frühstück, einem Neujahrsimpuls und für einige Teilnehmer/innen mit einem Neujahrsspaziergang.
Gemeinsam wurde daraufhin das Haus aufgeräumt und die Heimreise angetreten.
In einer Reflexionsrunde der Teilnehmenden hat sich bereits der Wunsch herauskristallisiert: Nächstes Jahr feiern wir Silvester wieder in Meyenburg!

Sophia Wagner

 

 IMG 3742„Eigentlich wäre so ein Musikwochenende doch mal wieder toll…“ Klar, das in der Euphorie und Hochstimmung der 72-Stunden-Aktion beim Abschluss eine solche Idee auf Begeisterung stoßen musste! Und so war sofort klar, dass diese Idee umgesetzte werden sollte – und zwar schnell! Auf Ort und Stelle wurde ein Vorbereitungsteam zusammengestellt, und dann musste nur noch schnell ein bisschen vorbereitet werden...

Ende November war es dann endlich soweit, und ziemlich genau 5 Jahre nach dem ersten BMW-Wochenende machten sich rund 30 Jugendliche von nah und fern, aus allen Himmelsrichtungen Brandenburgs und weit darüber hinaus auf den Weg nach Petershagen in die Gemeinde St. Hubertus, die uns ihre Gemeinderäume für dieses Wochenende zur Verfügung gestellt hatte. Nach einem ersten Kennenlernen der mehr oder weniger vielen neuen Gesichter und der mehr oder weniger vielen neuen Lieder sollte natürlich auch genügend Zeit bleiben, um gemeinsam Zusammenzusitzen, das ein oder andere Spiel zu spielen oder auch noch Noten zu schreiben und Lieder zu arrangieren.

Nach einer für die meisten recht kurzen Nacht stand am Samstag ein strammes Programm auf dem Tagesplan. Den ganzen Tag über wurden so 15 Lieder mit Chor und Band einstudiert. Und auch wenn solche Proben nicht immer ganz unanstrengend sind, war doch schnell zu erahnen, dass das Ergebnis großartig werden würde! Das Gemeindehaus war erfüllt vonIMG 3700 1 mehrstimmigem Gesang, dem Klang vieler Instrumente und vor allem von vielen lachenden und singenden Gesichtern.

Am Ende des Tages war dann die Kirche bei der gemeinsamen Generalprobe erfüllte von der gemeinsamen Musik vom Chor, Geigen, Kontrabass, Hörnern, Klarinetten, Flöten, Saxophon, Klavier, Schlagwerken und jeder Menge Percussion.

Da Brandenburger Kirchen nicht dafür gebaut zu sein scheinen, viele Musiker auf einmal irgendwo unterzubringen, war hier doch noch etwas Kreativität gefragt, doch nachdem für jeden Musiker ein Plätzchen gefunden war, wärmten sich alle im Gemeindehaus bei Glühwein und heißem Tee wieder auf. Bis weit in die Nacht hinein wurde noch zusammen gespielt, gelacht, gesungen und musiziert…

Am nächsten Morgen verging die Zeit bis zum Gottesdienst wie im Fluge. Der äußerst musikalische Gottesdienst in einer vollen Kirche war ein toller Abschluss für das ganze Wochenende und die Begeisterung bei den Musikern spürbar und ansteckend. So war nach dem Auszug noch lange nicht Schluss, sondern es wurde das ein oder andere Lied gleich noch mal gesungen gemeinsam mit singenden, klatschenden und tanzenden Gemeindemitgliedern.

Nach dem Gottesdienst war es dann auch schon wieder Zeit, Abschied zu nehmen. Im Gepäck neue Freunde, die Begeisterung des Wochenendes und den ein oder anderen Ohrwurm, der sich hartnäckiger Weise so schnell auch nicht mehr verabschieden würde.

(Franziska Zalud)

 

Lieder vom BMW auf Youtube:

Bei Gott alleine: http://youtu.be/8efSTYp5IZI

Da berühren sich Himmel und Erde: http://youtu.be/sZ36R6aZrXo

Erkennen wir doch: http://youtu.be/IpacprszN7o

Gloria: http://youtu.be/Z85PjBx1ydU

Heilig, du bist heilig: http://youtu.be/tv04-Hfpzrg

Herr, ich bin nicht würdig: http://youtu.be/7uQTohlmSyM

Ich singe für die Mutigen: http://youtu.be/vGOjna43lWc

Im Jubel ernten: http://youtu.be/iAvQM_jg1K8

Look at the world: http://youtu.be/ByRUzVEXs1o

Nimm an die Gaben: http://youtu.be/PVceJCNzToo

Unser Gott hat uns geschaffen: http://youtu.be/xVzSbms9eo0

Vater Unser: http://youtu.be/WiEDTnX7PqM

Zu jeder Zeit: https://www.youtube.com/watch?v=isoOh_wkHY4

 

 

kKLJB-GLS 2013 GruppenfotoDie Leitung von Gruppen ist in Jugendverbänden eines der zentralen Themen. Das ist auch der Grund, warum die KLJB jährlich in den Herbstferien eine Schulung zu diesem Thema anbietet und erfreulicherweise finden sich auch immer viele motivierte Jugendliche, die mit Spaß und Engagement daran teilnehmen wollen.

Dieses Jahr hieß es also wieder: ab nach Meyenburg ins Landjugendhaus der KLJB zur JuLeiCa-Schulung! Treffpunkt war der 29.09.13 um 13.00 Uhr. Alle waren zum Glück pünktlich, wir konnten uns sofort in den richtigen Zug setzen und bekamen dort die erste Möglichkeit, die anderen Teilnehmenden etwas näher kennenzulernen. In Meyenburg angekommen, wurden wir sofort mit einem kleinen Stärkungskaffee begrüßt und nach dem Zimmerbezug ging es dann auch schon über in die erste thematische Einheit, in der es um noch besseres Kennenlernen und die Abfrage von Erwartungen für die Schulungswoche ging. Die Erwartungen aller Teilnehmenden, deren Alter zwischen 15 und 25 Jahren doch eine große Spanne aufwies, waren größtenteils die gleichen: viel Spaß haben, viel Neues lernen im Umgang mit Gruppen wie z.B. tolle Spiele auszuprobieren und insgesamt eine gute Atmosphäre in der Gruppe schaffen. Rückblickend kann man auf jeden Fall sagen, dass alle diese Erwartungen mehr als erfüllt worden sind – aber dazu später mehr! Nach dem Klären der Erwartungen war es wichtig, die verschiedenen Aufgaben, die nun mal so anfallen, wenn man miteinander eine Woche lang wohnt, zu verteilen. Zu diesen Aufgaben gehörten jedoch nicht nur Küchendienst für morgens, mittags und abends, sondern auch noch die aktive Gestaltung des Tagesablaufs durch Vorbereitung eines Morgenimpulses vor dem Frühstück oder auch einem Abendimpuls zum Abschluss eines erlebnisreichen Tages. Das war toll für uns Teilnehmenden, weil wir dadurch Anteile am Programm selber gestalten konnten, und es stellte auch eine Entlastung für das Leitungsteam dar, das mit dem Vorbereiten des restlichen Programms schon alle Hände voll zu tun hatte.

In den kommenden Tagen standen immer wieder unterschiedliche Themeneinheiten auf dem Programm: das Aufstellen von eigenen Gruppenregeln, die Auseinandersetzung mit verschiedenen Führungsstilen von lässig über demokratisch bis hin zu autoritär, die Beschäftigung mit unterschiedlichen Rollen in Gruppen und wie man als Leitung am besten mit diesen umgehen kann, das Thema „Kommunikation“ in Verbindung mit dem Vier-Ohren-Modell, der Unterschied zwischen Reflexion und Feedback sowie Regeln wie man anderen richtig Feedback gibt, das Kennenlernen von Gruppenphasen, die eine Gruppe im Verlauf der Zeit durchlebt, Moderationsregeln, Eigenschaften, die ein guter Gruppenleiter mitbringen oder sich aneignen sollte, wie man als Gruppenleiter mit Konflikten in der Gruppe umgehen kann, das schwierige und extrem aufwühlende Thema Prävention von sexualisierter Gewalt und vieles vieles mehr.

Alleine all das wäre schon genug Input gewesen, um die Tage zu füllen, aber einer der wichtigsten Punkte der Schulung ist hier noch gar nicht genannt worden: Jeder von uns Teilnehmenden bekam nämlich die Möglichkeit eine eigene Gruppenstunde vorzubereiten und diese mit den anderen durchzuführen. Danach im Reflexionsgespräch wurde uns allen bewusst, was wir schon gut können und in welchen Punkten wir noch an uns arbeiten können.

Die TeamerInnen versuchten natürlich, dass der Spaß für uns nicht zu kurz kam und planten deshalb in der Mitte der Woche einen „etwas anderen Tag“ ein. Nach einer wertvollen Stunde länger Schlafen – denn Schlaf kam wirklich immer viel zu kurz! – verwöhnten wir uns erstmal mit einem tollen Bio-Frühstück, bekamen dann in unterschiedlichen Workshops wie Ausdrucksmalen die Möglichkeit zur Selbstreflexion und spielten anschließend den ganzen Nachmittag gemeinsam Spiele wie KUBB – auch Wikingerschach genannt – bevor wir abends vor dem Essen einen schönen Gottesdienst mit dem extra angereisten Diözesanjugendseelsorger Uli Kotzur feiern durften. Durch diesen Tag sammelten wir alle wieder etwas Kraft, um so das restliche anspruchsvolle Programm noch durchzuhalten.

kKLJB-GLS 2013 WupBesonders zu erwähnen ist außerdem die Tatsache, dass es für jeden von uns Teilnehmenden die Chance gab, mit den TeamerInnen ein etwa halbstündiges Feedback-Gespräch zu führen und zu hören wie wir als Teilnehmender in der Schulung eine Woche lang wahrgenommen wurden. Alle Teilnehmer nahmen diese Chance war und es war erstaunlich, wie genau die TeamerInnen ihre Augen offen gehalten hatten und somit auch schöne, bestärkende Kleinigkeiten wahrgenommen hatten und mit uns teilen konnten.

Dem Abreisetag sahen dann schließlich alle mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Schade natürlich, dass die Schulung zu Ende war, weil man dann die verschiedenen tollen Menschen, die sich im Laufe der Woche zu einem echt tollen Team zusammengefunden hatten, nicht mehr jeden Tag sieht. Aber andererseits war uns allen auch bewusst, dass wir nach soviel Input eine Pause brauchten, um alles sacken zu lassen. In dem Wissen, dass wir uns ganz sicher alle wieder sehen – bei Veranstaltungen des BDKJs oder auch bei Veranstaltungen, die noch nötig sind, um die JuLeiCa zu erhalten (Geld-und-Gesetz-Kurs oder Erste-Hilfe-Kurs) – verabschiedeten wir uns nach der dreistündigen Zugheimfahrt am Berliner Hauptbahnhof um etwa 19.00 Uhr am Samstagabend.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass mir die Schulung wirklich super gefallen hat und wenn Ihr im richtigen Alter dazu seid und Interesse an Gruppenleitung habt, würde ich Euch wirklich dazu ermuntern, Euch auch anzumelden: da kann man eigentlich wirklich nichts falsch machen! Danke an meine tolle Gruppe!

Autorin: Alina Dietrich (FSJ’lerin bei bildungsräume im BDKJ)

Fotos: Silke Dorn (KLJB-Referentin)

 

 kIMGP7355Vom 20.-24.08.2013 trafen sich 10 Jugendliche im Landjugendhaus in Meyenburg, um im und rund ums Haus einiges wieder auf Vordermann zu bringen. In der oberen Etage wurde die neu eingezogene Rauchschutzwand gestrichen. Im vorderen Teil des Kellers wurde eine „Müllstation“ für Plaste, Papier und Glas eingerichtet. Für den Getränkekeller wurde ein hübsches Regal gebaut, so dass die geernteten Kartoffeln aus dem Garten und die eingekochten Gläser vom Schlachtefest ansehnlich präsentiert werden können. In beiden Räumen wurden zudem die Wände gestrichen, ein neuer Fussboden aufgetragen und die gesamte Elektrik erneuert. Überall im Haus wurden auch die Fenster wieder auf Hochglanz poliert. Im Garten ist der Rasen wieder kurz und die Hecke in Form geschnitten.

Trotz der langen Aufgabenliste blieb noch Zeit um gemeinsam zu kochen, baden zu fahren oder einfach im Garten die Seele baumeln zu lassen. Beim abendlichen Lagerfeuer mit Stockbrot wurden schon die Ideen für Arbeitseinsätze im kommenden Jahr gesammelt. So könnte es vielleicht schon bald mit dem Badeteich oder einer ähnlichen Lösung im Garten weiter gehen.

kIMGP7257

kIMGP7333kIMGP7346

 

kIMGP7353

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

kIMGP6418

Von Hexen, Helden und Heiligen

Am 28. August machten sich 10 KLJB´ler in aller Frühe auf den Weg nach Wernigerode. Nach einer nicht allzu langen Fahrt kamen wir am Ziel an und lernten gleich einmal die örtlichen Busrouten kennen. Einige Wendekreise später kamen wir in der Jugendherberge an und richteten uns für die kommende Woche ein. Den Rest des Tages verbrachten wir im Freibad und hatten unseren Spaß.

Der nächste Tag startete gleich mit vollem Programm. Die Wanderroute ging von Wernigerode über das Kloster Drübeck, bis hin nach Ilsenburg auf den Ilsenstein. Oben angekommen mussten wir leider feststellen, dass die Sagen rund um den Ilsenstein wohl doch nicht so wahr sind! Und als wenn das nicht genug wäre, ging es auch wieder steil bergab bis nach Wernigerode. Müde und erschöpft schafften wir es noch pünktlich zum Abendessen und ließen den Tag in aller Ruhe ausklingen.

Der Hexentanzplatz durfte am nächsten Tag natürlich auch nicht fehlen. Nach der langen Wanderung am Vortag ging es aber diesmal mit der Gondel hoch. Oben angekommen wurde bei einer wunderschönen Aussicht eine Mittagspause gemacht. Manche lernten hier auch ihre bis dahin unbekannten Nachbarn aus der Heimat kennen – Familie Dinter ist eben doch überall bekannt! Anschließend ging es auf die Bobbahn. Nach der rasanten Fahrt hieß es wieder runter vom Berg. Am Abend machten wir uns mit den Sagen rund um den Harz vertraut. Jede Gruppe wählte aus drei Sagen eine aus, welche sie der anderen Gruppe vorspielt, welche diese erraten musste. Somit wimmelte der Abend von Riesen, Zwergen, Schäfern und natürlich auch dem Teufel.

kIMGP6282Neben dem Hexentanzplatz sind wir am Mittwoch auf die Teufelsmauer gestiegen. Dort konnten wir viel herum krakseln und die tolle Aussicht genießen. Auf dem Weg zum Hamburger Wappen, das gleich in der Nähe war, ließen die Erinnerungen von der letzten Sommerfahrt in Slowenien grüßen. Statt die normalen Wanderwege zu nutzen kletterten wir einfach geradezu den Berg hoch und kamen so ziemlich schnell am Hamburger Wappen an. Nach dem etwas längeren Aufstieg strebten wir nach einer längeren Pause den Abstieg an, um den Bus, der 70 Minuten später fahren sollte, zu bekommen. Nach 10 Minuten standen wir aber plötzlich schon an der Bushaltestelle und kamen viel früher als geplant in der Jugendherberge an. Den Rest des Abends wurden Spiele gespielt, Postkarten geschrieben oder schon mal vorgeschlafen.

Auf den Donnerstag warteten wir alle schon sehr gespannt, denn es sollte auf den Brocken gehen. Früher als sonst nahmen wir unseren Bus zum Hauptbahnhof und gingen zur Brockenbahn. Da wir schon recht zeitig da waren, konnten wir uns schöne Stehplätze im Freien suchen, wo wir die Fahrt über verbrachten. Manch einer hatte aber vergessen, dass die Brockenbahn in Wirklichkeit eine „Smogolotive“ ist und so die hellen Oberteile und die Haare ziemlich schnell mit kleinen Kohlestücken besprenkelt wurden. Nach über einer Stunde Fahrt kamen wir auf dem Brocken an und machten gleich ein paar Beweisfotos. Julius erzählte uns ein paar geschichtliche Hintergründe über den Brocken und nachdem sich die Mädels auf der Toilette von den Kohlestücken befreit hatten, begannen wir unsere lange Wanderung vom Brocken runter bis nach Wernigerode. Schon wieder ließen die Erinnerungen an Slowenien grüßen, als wir eher auf dem Po als auf den Füßen ein Stückchen vom Berg herunterrutschten. Kurz vorm Ende wurden die Füße immer schwerer, doch glücklich über den geschafften Weg kam wir in der Jugendherberge an.

Der Freitag sollte nun ein ruhiger Tag werden und so machten wir uns bei 35°C auf den Weg zum Schloss, wo wir sogar einen Geocach fanden. Nach einer wunderschönen Aussicht ging es anschließend in die Altstadt. Als erstes holten wir uns alle ein Eis und schlenderten durch die Gassen. Vor dem berühmten Rathaus machten wir unsere Mittagspause und beobachteten die Leute. Wir beschlossen, dass wir auf jeden Fall am Abend noch einmal in die Stadt wollten, um schöne Bilder von der erleuchteten Altstadt zu machen. So gingen wir erst einmal zurück in die Jugendherberge und packten unsere Sachen, da es am nächsten Tag wieder nach Hause gehen sollte. Als es dann langsam dunkel wurde und wir feststellten, dass am Abend die Busse nicht mehr richtig fahren, liefen wir in die Altstadt und betrachteten bei einem weiteren Eis die erleuchtete Altstadt und das Schloss.

Wie am Tag zuvor sollte auch der Samstag ein heißer Tag werden. So beschlossen wir unsere Zimmer stubenrein zu verlassen und wie am ersten Tag wieder ins Freibad zu fahren. Unsere Sachen konnten wir glücklicherweise in der Jugendherberge stehen lassen. Nach einigen Sprüngen vom 1- und 3-Meterturm und einigen Rutschpartien machten wir uns nun wirklich auf den Heimweg. Die Bahnfahrt ging mit Schlafen, Lesen und einigen Spielen auch sehr schnell vorbei und so mussten wir uns am Berliner Hauptbahnhof nach einer wunderschönen Woche leider wieder voneinander verabschieden.

(Johanna Dinter, KLJB)